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Schleswig-Holsteins Angler warnen vor dem Artensterben bei Fischen.

Schleswig-Holsteins Angler warnen vor dem Artensterben bei Fischen. Nach Angaben des International Union for Conservation of Nature (IUCN) ist die Anzahl der ausgestorbenen oder gefährdeten Fischarten in den Jahren 2000 bis 2016 von 752 auf 2343 gestiegen, wie der Landessportfischerverband am Montag mitteilte. Dabei seien besonders Arten im Süßwasser gefährdet. Ihnen bereiten den Angaben zufolge Wehre und Staudämme für die Energiegewinnung aus Wasserkraft große Probleme.

Viele Fischarten sind vom Artensterben bedroht. Die hier gezeigten Rotfedern glücklicherweise noch nicht.

«Wasserkraft mag zwar klimaschonend sein, aber sie ist deswegen noch lange keine ökologisch verträgliche Form der Energiegewinnung», sagte der Geschäftsführer des Deutschen Angelfischerverbands, Alexander Seggelke.

Vor allem die mehr als 6000 kleinen Wasserkraftwerke mit einer Leistung von einem Megawatt in Deutschlands Flüssen richteten bei minimalem Wirkungsgrad einen hohen ökologischen Schaden an, hieß es. Sie verhinderten die Wanderung zahlreicher Arten. Nach Darstellung der Hobby-Angler sind viele Fischarten auf durchgängige Gewässer zwingend angewiesen – hauptsächlich, um ihre angestammten Laichplätze zu erreichen, aber auch, um neue Gewässerabschnitte zu besiedeln oder im jahreszeitlichen Verlauf den Standplatz zu wechseln.

Quelle: dpa